Zusammenfassung Mini-Workshop zum Positivity Adventskalender

Wie versprochen fasse ich hier die Inhalte zusammen, die die Basis für den Positivity Adventskalender bilden.



Zunächst einmal, Hallo! Ich bin Heike. Ich bin Psychologin, war mehrere Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni und arbeite jetzt als selbstständige Trainerin. Meine Workshops behandeln unterschiedliche Themenschwerpunkte. Am meisten hat es mir aber das Thema der mentalen Stärke angetan. Im Zuge dessen bin ich auch auf die positive Psychologie gestoßen. Dabei handelt es sich um eine ganz junge Perspektive der Psychologie, die sich nicht mehr auf Krankheiten, deren Entstehung und Behandlung fokussiert. Stattdessen wird erforscht, wie sich positive Gefühle, wie Optimismus, Hoffnung, Dankbarkeit und Glück auf die seelische Gesundheit auswirken.


Eine wichtige Vertreterin der positiven Psychologie ist Frau Professor Barbara L. Fredrickson. Ihr Buch "Die Macht der guten Gefühle" hat mich sehr beeindruckt und stellt die wesentliche Grundlage für diesen Adventskalender dar.

Im Rahmen ihrer langjährigen Forschung konnte Barabara L. Fredrickson nachweisen, dass positive Gefühle sich auch positiv auf z.B. Erfolg, Gesundheit, inneres Wachtsum, Kreativität und unsere persönlichen Ressourcen auswirken. Darüber hinaus gelang es nachzuweisen, dass diese positiven Gefühle bewusst herbeigeführt werden können.

Das ist zwar nicht ganz einfach, da evolutionsbedingt die negativen Gefühle wichtiger waren und deshalb stärker auf uns wirken. Jeder kennt das, dass z.B. in Bezug auf eine Feedback-Situation viele positive Rückmeldungen neben einer einzigen negativen Rückmeldung quasi unsichtbar werden. Aber es ist möglich.

Tatsächlich konnte Barabara L. Fredrickson im Rahmen ihrer Forschung sogar belegen, dass es exakt dreimal so viele postive wie negative Gefühle braucht, damit sich unser Leben in eine Aufwärtsspirale entwickelt. Die Zauberformel dafür ist der Quotient 3:1.


Um nun damit arbeiten zu können, - denn wir sind ja nicht zum Spaß hier ;o) -

ist es natürlich notwendig, zunächst einmal den Stand der Dinge zu analysieren. Wie sieht denn unser Verhältnis von positiven zu negativen Gefühlen in unserem heutigen Leben aus? Dafür verwenden die Forscherinnen und Forscher um Professorin Fredrickson folgenden Fragebogen:...



In diesen Fragebogen trägst Du, für einen Zeitraum, den Du festlegst, ein, inwieweit Du die jeweiligen Gefühlskategorien gefühlt hast (0 = überhaupt nicht; 1 = etwas; 2 = mäßig; 3 = durchaus; 4 = extrem).

Danach umkreist Du alle Werte (≥ 2), die Du den positiven Gefühlskategorien zugeordnet hast und unterstreichst alle Werte (≥ 1), die Du auf die negativen Gefühle verteilt hast.





Du erhältst Deinen Quotienten, indem Du das positive Gesamtergebnis durch das negative Gesamtergebnis teilst.

Hier findest Du für Deine persönliche Analyse den Fragebogen in einer PDF- und einer Excel-Version zum Herunterladen:


Fragebogen zur Selbstanalyse
.pdf
Download PDF • 109KB

Fragebogen zur Selbstanalyse
.xlsx
Download XLSX • 12KB

Zu Häufigkeit und Zeitpunkt, zu dem Du das machst, empfiehlt Barabara L. Fredrickson unterschiedliche Vorgehensweisen.

Um sich einen generellen Eindruck über den Quotienten zu machen, ist es empfehlenswert ca. 2 Wochen lang, einmal am Tag den Fragebogen auszufüllen. Nach den zwei Wochen wertest Du dann alles auf einen Quotienten hin aus. So werden einzelne gute oder schlechte Tage nicht überbewertet.

Möchtest Du aber auf die Suche nach Dingen, Verhaltensweisen, Situationen und Gewohnheiten gehen, die Dir entweder regelmäßig negative oder auch positive Gedanken bringen, dann solltest Du folgendermaßen vorgehen: Teile Deinen durchschnittlichen Tag in Episoden ein, wie z.B. morgens aufstehen, Zeit im Badezimmer, Frühstück, Weg zur Arbeit, Arbeiten 1, Kaffeepause, Arbeiten 2, Mittagessen, usw. Fülle dann entweder direkt nach jeder Einheit den Fragebogen aus oder aber am Abend für alle Einheiten, indem Du sie einfach noch einmal geistig revue passieren lässt. Kreise dann alle positiven Werte ein und unterstreiche die Werte der negativen Gedanken. Ordne dann Deine Episoden, indem Du mit der am wenigsten positiven anfängst und mit der positivsten aufhörst. So findest Du Deine negativen Landminen und Deine inneren Quellen.


Vermutlich wird Dein Quotient nicht zu Beginn schon bei 3:1 liegen, denn das tut er bei nur wenigen Menschen. Aber wie kann man ihn nun verändern?

Dazu gibt es drei Möglichkeiten. Entweder Du fokussierst Dich darauf, deine negativen Gefühle zu verringern, Dein Fokus liegt darauf die positiven Gefühle zu mehren oder Du gehst gleich beides an.

Und da kommen die Inhalte des Adventskalenders ins Spiel. Ich schicke Dir Anregungen, Vorschläge und Hinweise dazu, wie Du mit negativen Gefühlen umgehen kannst, wie Du die wichtigsten positiven Gefühle erst einmal für Dich kennenlernen kannst und was Du unternehmen kannst, um mehr positive Gefühle zu fühlen.


In diesem Sinne, eine positive Adventszeit, Ihr Lieben!

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